Hauskatzen vs. Rassekatzen
Katzen sind die wohl beliebtesten Haustiere in Europa und als Familienmitglieder oft gar nicht mehr wegzudenken. Diese Tiere haben einen ausgeprägten Charakter, sind einfach tolle Kuschelfreunde und meist auch besonders hübsch anzuschauen. Dabei ist es erstmal egal, ob es sich bei dem Haustier um eine Hauskatze handelt oder eben um eine exotische Rassekatze, die speziell gezüchtet wurde – von ihrem Wesen her unterscheiden sich die Vierbeiner nicht wirklich, obwohl einigen Rassekatzen schon gewisse typische Wesenszüge zugeschrieben werden. Die optischen Unterschiede zwischen Haus- und Rassekatzen sind da wohl bestechender und der Blick auf den Stammbaum einer Katze mit Rasse kann schon sehr spannend sein.
Hauskatzen sind weit verbreitet und die Vielfalt an Fellfarben und Typen ist enorm. Eigentlich gleicht keine Hauskatze der anderen, denn es gibt immer kleine Unterschiede zwischen den Tieren. Ob Farbenspiele im Fell, der Augen oder Pfötchen – jede Hauskatze ist ein Unikat und auch die Nachkommen werden sich sicherlich wieder sehr voneinander unterscheiden.
Rassekatzen hingegen wurden speziell gezüchtet und haben einen nachweisbaren Stammbaum. Sie sind sogar im Zuchtbuchamt eingetragen und besitzen Papiere, die sozusagen als Katzenausweis gelten. Rassekatzen wurden seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Hauskatze gezüchtet und haben über viele Generationen ihre typischen Merkmale weitergetragen. Oftmals wurden Katzen mit Gendefekten weitergezüchtet, weil sie eben einzigartig und etwas Besonderes waren. Anders als bei Hunden, die zum Beispiel zu Hirtenhunden oder Jägern gezüchtet wurden, bestand bei Katzen keine Notwendigkeit der Züchtung einer bestimmten Rasse. Man ergötzte sich lediglich ihrer Schönheit und hielt sich durch deren Anwesenheit auch lästige Mäuse vom Leib.
Viele Rassekatzen sind einfach schön anzuschauen und vor allem sind sie sehr auf Menschen eingestellt, was gegenüber einer Hauskatze sehr vorteilhaft ist. Rassekatzen haben eine nachvollziehbare Familiengeschichte, wurden adäquat weitergezüchtet (keine Inzucht) und wurden stets auf ihre Gesundheit geprüft. Natürlich sind sie dementsprechend teurer als Hauskatzen, aber man kann sichergehen, dass man einen stubenreinen Haustiger kauft, der bereits geimpft und entwurmt ist.
Auch beim Kauf von Hauskatzen hat man sicherlich Glück einen gesunden Spielgefährten zu erhalten. Diese Tiere sind charakterlich nur wesentlich schwerer abzuschätzen, weil sie eben nicht von einem Züchter großgezogen wurden, der Wesenszüge gut erkennen kann.
Beim Kauf einer Rassekatze sollten Tierfreunde unbedingt auf Schwarzzüchter achten, die angebliche Rassekatzen zu überteuerten Preisen anbieten. Nur wenn gültige Papiere für die Katze vorhanden sind, handelt es sich auch um eine seriöse Zucht.